Folge 14

In Mauer bei Melk hat Familie Weinkirn rund 190.000 Euro bisher an ihren Generalunternehmer für das Errichten eines Einfamilienhauses bezahlt. Bekommen haben die Niederösterreicher ein Haus mit unzähligen Mängeln.
Nichts ist fertig, die Fassade fehlt, die Abdichtung zum Keller ist komplett fehlerhaft. Dabei glaubten die Weinkirns, alles richtig gemacht zu haben. Denn der Bauunternehmer war ein Freund der Familie, man fühlte sich sicher.
Doch es lief ganz anders. Jetzt werden die Weinkirns von den Subunternehmern geklagt, weil diese angeblich kaum Geld vom Generalunternehmer bekommen haben. Außerdem hätte der Generalunternehmer oft im Namen von Johannes Weinkirn Bestellungen aufgegeben - und diese nie bezahlt.
Als Günther Nussbaum das Haus einer Untersuchung unterzieht, wird schnell klar, dass das Gebäude in einem noch viel schlechteren Zustand ist, als die Familie befürchtet hatte. Sämtliche Fenster und Türen sind falsch eingebaut worden und müssen neu gemacht werden. Rund um den Keller muss komplett aufgegraben und neu abgedichtet werden, weil nirgends eine fachgerechte Abdichtung aufgebracht worden ist. Und ein Blower Door Test zeigt: die Dampfbremse ist fehlerhaft, überall in der Konstruktion gibt es Undichtheiten. Der EU Bausachverständige schätzt die Kosten für die Schadensbehebung und Fertigstellung des Hauses im sechstelligen Eurobereich.
Zuviel für die Weinkirns. Mit so einer Hiobsbotschaft haben sie nicht gerechnet.

Der zweite Fall führt Günther Nussbaum zu einer Genossenschaftssiedlung nach Bruckneudorf.
Die Mieterin, Michaela Krems, ist erst Anfang 2017 eingezogen. Mit dem Plan, das Haus auch bald kaufen zu können. Doch die zweifache Mutter hat jetzt Zweifel, ob das so eine gute Idee ist. Denn das Haus hat enorme Setzungen von bis zu 20 Zentimetern. Außerdem gibt es viele Risse in der Fassade. Michaela Krems hofft, dass Günther Nussbaum herausfinden kann, warum sich das Haus so gesetzt hat.