Folge 13

Bei der neuen Folge von Pfusch am Bau wird Bausachverständiger Günther Nussbaum zu einem Neubau ins niederösterreichische Potzneusiedl gerufen. Hier kauften Melissa Kaiser und Alexander Milkovics Ende letzten Jahres eine belagsfertige Doppelhaushälfte von einer Privatperson, die insgesamt vier Wohneinheiten anbot. Vermittelt wurde der Bau über einen Makler.
Der Kaufpreis von 158 000 Euro schien fair zu sein - doch bei der Schlüsselübergabe kam der erste große Schrecken: Wasser war eingedrungen, eine feuchte Stelle zeichnete sich im Inneren ab. Zwar ließ der Vertragspartner Arbeiter kommen, doch die Sanierungsarbeiten machten das junge Paar noch skeptischer. Zu Recht: denn kurz darauf lief bei den Fenstern Regenwasser rein. Doch dabei sollte es nicht bleiben. Inzwischen kämpft das Paar mit dem dritten Wasserschaden. Der hat seinen Ursprung allerdings im Hausinneren, im Badezimmer des oberen Stockwerks. Wasser sucht sich von hier aus den Weg durch alle Hausebenen. Und auch sonst wurde offensichtlich bei anderen Teilen nicht fachgerecht gearbeitet. Die Betonstiege hat nicht nur zu schmale Auftrittsflächen, unter dem abbröckelnden Putz kam statt Zement Styropor zum Vorschein.
Melissa Kaiser und Alexander Milkovics sind verzweifelt, deshalb haben sie Günther Nussbaum um Hilfe gebeten. Der staunt nicht schlecht, als er sieht, wie hier gearbeitet wurde. Bei allen Gebäude An- und Abschlüssen wurden wesentliche Fehler gemacht, auf der Hausrückseite spitzt sich das Drama noch mehr zu: die Hanglage des Hauses wurde anscheinend nicht bedacht. Der Bausachverständige befürchtet, dass das Haus bei Starkregen überschwemmt und Schlamm hineingespült wird. Eine wirksame Abdichtung sucht er verzweifelt. Das Fazit des Bauexperten: Das Haus ist ein wirtschaftlicher Totalschaden. Günther Nussbaum rät zur Kaufrückabwicklung. Doch eine außergerichtliche Lösung scheint schwer. Der Verkäufer reagiert mit einem Anwaltsschreiben, einer der Nachbarn steht mit ihm bereits vor Gericht. Parallel steht eine der Doppelhaushälften noch zum Verkauf. Doch so schnell gibt der Bausachverständige nicht auf.

UND: Im niederösterreichischen Waidhofen an der Thaya steht das beschauliche Häuschen von Andrea Schremser. Vor drei Jahren kaufte sie den Altbau, der sich in der Nachbarschaft ihres ehemaligen Wohnhauses befindet, von einem Ehepaar. Das Haus schien gut erhalten zu sein, nur kleinere Renovierungsarbeiten waren angedacht. Doch die Niederösterreicherin belastet ein pikantes Problem: die Abwasserleitung. Der Gang aufs stille Örtchen ist mit einem unguten Gefühl verbunden, etwa jeden zweiten Tag ist die Abwasserführung verstopft. Zudem warnte sie ein Elektriker, dass vom Sicherungskasten Gefahr ausgehe.
Die Suche nach Mängeln sollte dem EU-Bausachverständigen Günther Nussbaum also nicht besonders schwer fallen. Zur Unterstützung hat er Elektrotechniker Gottfried Rotter zu Hilfe gebeten. Während der sich mit dem Sicherungskasten auseinandersetzt, ist für den EU Bausachverständigen das Problem bei den Rohrleistungen sehr schnell offensichtlich. Auch einen Rat zu einer kostengünstigen Behebung kann der Bauexperte geben. Doch Andrea Schremser fällt die Freude schwer. Sie hat sich vom Gebrauchthaus mehr erwartet. Dass der EU Bausachverständige dann auch noch Sanierungsbedarf bei der Terrasse sieht, macht die Situation für sie noch schlimmer. Doch für Günther Nussbaum sprechen der Kaufvertrag und das Gebäude eine andere Sprache. Das Resultat: Endlich mal ein schöner Altbau, wenn auch mit etwas Handlungsbedarf und ein Bausachverständiger, der alle Hände voll zu tun hat, das Haus positiv dastehen zu lassen.