Folge 12

Im niederösterreichischen Spannberg wollte sich Familie Rigler den Traum vom Haus im Grünen erfüllen. Mit dem Bau betrauten sie einen Generalbeauftragten, der sich um alles kümmern sollte. Leider war das Angebot von 96 000 Euro für das Sommerhaus alles andere als ein Volltreffer. Bereits bei der Errichtung der Grundmauern kamen bei der Familie die ersten Zweifel auf. Die Bauarbeiter verbauten unterschiedliche Ziegelsteine. Mit dem Dach wurde es noch schlimmer: Die Dachpfetten wurden völlig planlos durch das Mauerwerk geführt und auch sonst sind die Arbeiten fehlerhaft, das bestätigte sogar der Generalbeauftragte mit der Zusicherung einer Dachsanierung. Doch als sich die Familie weigerte, weiter zu zahlen, solange die Mängel nicht behoben sind, endeten die Gespräche. Seit inzwischen 3 Jahren steht die Baustelle still.
Das Paar ist verzweifelt, deshalb eilt Bausachverständiger Günther Nussbaum zu Hilfe. Doch lohnt sich hier überhaupt noch eine Investition? Schon auf den ersten Metern entdeckt der Sachverständige unzählige gravierende Fehler. Die gesamten Maurerarbeiten sind verpfuscht, die Fenster müssen neu eingebaut werden, die Dampfbremse funktioniert in keiner Weise und wie die Bodenplatte überhaupt angefertigt wurde, ist unklar. Das Fazit ist ernüchternd: Laut Günther Nussbaum ist das Haus überhaupt nicht bewertbar, erschwerend kommt hinzu, dass die Baubewilligung bald ausläuft. Nach drei Jahren Funkstille zwischen den Bauherrn und dem Generalbeauftragten ist die Grundsituation zusätzlich erschwert. Günther Nussbaum gibt dennoch nicht auf und begibt sich auf die Suche nach dem Vertragspartner.

Beim zweiten Fall wird der EU Bausachverständige zu einem Altbau nach Gralla in die Südsteiermark gerufen. Vor fünf Jahren übernahm Franziska Loibner das Gebäude von ihrem Vater, der das Haus zuvor sanieren und um einen Zubau erweitern ließ. Doch seit der Sanierung des vermieteten Altbestandes kämpfen die Hauseigentümerin und ihre Mieter mit Feuchtigkeit und Schimmel. Der Ziviltechniker, der den Bau betreute, fühlt sich nicht zuständig. Schuld seien die Mieter, die falsch lüften. Doch Franziska Loibner glaubt nicht daran. Inzwischen ist der erste Mieter ausgezogen und Neu-Mieterin Teresa Fastian bereitet trotz Trocknung und Schimmelbeseitigung Feuchtigkeit Probleme.
Die Hauseigentümerin hat daher Günther Nussbaum eingeschaltet. Leider zeigt sich bei der Begehung schnell, dass es hier nicht nur den richtigen Umgang mit einer alten Bausubstanz geht. Auch beim Zubau wurden Fehler gemacht. Das Urteil des Bausachverständigen zur Fassade ist vernichtend, hier wurden gleich mehrere Fehler bei allen An- und Abschlüssen gemacht. Und auch am Dach gibt es Handlungsbedarf. Dennoch ist der Bausachverständige positiv und er behält damit Recht: Die Firmen sind gesprächsbereit. Doch, wird hier auch wirklich saniert?